
Die Mennonitengemeinde Weierhof hat mit Hilfe des Internets auch Aufmerksamkeit über die Landesgrenzen hinweg gewonnen.
In erster Linie Kontakte privater
Art zwischen dem Redaktionsteam der Weierhöfer Internetseiten und der
Stiftung „Leve de Kerk“ – „(es) Lebe die Kirche“ – als
Stiftungsinitiative des Ökumenischen Rats der Niederländischen Kirchen
in Utrecht.
Wir waren neugierig geworden nach weiteren offenen Gemeinden und
Herbergen und ihren Aktivitäten und Erfahrungen. Ging es also in
erster Linie darum, zu schauen was so „draußen“ in Bezug auf das
Gemeindewachstumskonzept „Die Gemeinde als Herberge“ läuft, kamen
alsbald konkrete Fragen zurück über „Wer seid ihr, und was macht ihr
denn so?“. Als dann unsere Homepage in Utrecht bekannt wurde, kamen zu
unserer Überraschung ganz positive Reaktionen zurück:
„Complimenten voor wat jullie
doen. Een prachtige open en gastvrije gemeeente“
-„Komplimente für das, was ihr da macht. Eine wunderbare, offene und
gastfreundliche Gemeinde“.
Solche Komplimente tun natürlich gut. Und machen auch ein wenig stolz. Auf jeden Fall eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind mit unserem Gemeindekonzept. Und dann erhielten wir zuerst das Angebot uns als Gemeinde auf den Internetseiten der Stiftung zu präsentieren. Auf dem Bild unten ist zu sehen, dass die Stiftung als Mantelorganisation mehrere Initiativen unterstützt und fördert:
* Kijk op de Kerk – „Sicht
bzw. Schau auf die Kirche“ beschäftigt sich mit Visionen und
Vorbildern.
* Idee en kerk – „Idee und Kirche“ beschäftigt sich mit
praktischen Tipps, Ideen und Projekten.
* Kerk op het web – „Kirche im Internet“ bietet eine Plattform
für Webmaster von kirchlichen Internetseiten.
* Leve de Kerk – „(es) Lebe die Kirche“ bietet Information über
die Stiftung.
Zwar sind wir nicht die erste und
einzige ausländische Gemeinde, die sich auf der Website der Stiftung
präsentiert, es gibt auch welche aus Belgien, aus der Schweiz und aus
England. Aber wir sind wohl die erste deutsche Kirchengemeinde, die
ein Plätzchen auf www.kijkopkerk.nl gefunden hat. Und wir stellen uns auch selbst
in der niederländischen Sprache vor. Das hilft auch ein wenig.

Die Webseite Kijk
op de Kerk – Blick auf die Kirche –
mit einer Beschreibung der
Mennonitengemeinde Weierhof
Was bedeutet uns das?
In erster Linie ist es einfach nett und gut, das wir international
Teil eines Netzwerkes geworden sind, das sich sehr mit Gemeindeleben
und Gemeindeerneuerung beschäftigt. Das macht Mut und hilft
voneinander zu lernen. Es motiviert weiter zu machen, wir sind
zusammen richtig unterwegs. Es hilft –wenn man so will- Grenzen zu
überschreiten, wenn nicht abzubauen, nicht nur die geographischen oder
ethnischen Grenzen, sondern auch die Grenzen zwischen den
verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen. Übrigens ohne dass man
seine eigene Identität aufgeben soll oder muss. Aber es tut einfach
gut, zusammen mit Christen aus römisch-katholischen oder evangelischen
wie auch mit Freien evangelischen oder baptistischen Gemeinden auf
einer gemeinsamen Ebene ganz pragmatisch am Reich Gottes zu arbeiten.
Was haben wir dann als
Gemeinde/Herberge anderen zu bieten?
Auf unserer Homepage laden wir Menschen ein, falls sie in der Nähe
sind, vorbei zu schauen. Wir hoffen sehr, dass das auch gelegentlich
passiert. Gastfreundlich und offen für andere zu sein bedeutet im
Alltag der Gemeinde, die Herberge zu sein auf dem Weg nach Emmaus, wo
Reisende einkehren und sich erholen können.
Was wir zu bieten haben, steht ebenfalls auf unserer Homepage und war/ist auch die Einladung nach außen, die offensichtlich für viele Menschen einen wirklichen Anreiz darstellt.
Wir bieten:
Unsere interessante Unterschiedlichkeit - Menschen, die gern in der
Gemeinde mitarbeiten - Einbindung in das sozial-christliche
Miteinander.
Wir wünschen uns:
Offenheit für Unterschiedlichkeit - Aufgeschlossenheit und zugleich
Verständnis für Traditionen - respektvollen Umgang mit allen
Generationen.
Herberge mit Empfehlung
Die Mennonitengemeinde Weierhof ist eingeladen, Abgeordnete zu
delegieren auf einen besonderen Tag der Stichting Leve de Kerk. Am 8.
Oktober 2010 dürfen sich in Utrecht 12 ausgewählte Gemeinden von
verschiedensten Glaubensrichtungen der Öffentlichkeit präsentieren.
Sie haben sich durch ihr Engagement und ihre Darstellung nach außen
hin qualifiziert als Beispiel für andere zu dienen. Das ist mehr als
Lob und Ermutigung, das ist eine direkte Empfehlung. Gemeinde mit
Stern sozusagen. Ich hoffe sehr, dass unser Auftritt für andere
Menschen als Vorbild dienen darf – auch eine kleine ländliche
Kirchengemeinde kann was bewegen – und zum anderen hoffe ich, dass wir
durch viele Begegnungen neue und wertvolle Kontakte knüpfen können.
Sind wir zu Gast in Utrecht, so wollen wir Gastgeber auf dem Weierhof
sein. Letztendlich ist es doch so: In Christus gibt es kein Nord noch
Süd, noch Ost oder West.
W. Maas
Last Update
21.07.2010
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