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Mennonitengemeinde Weierhof
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Eindrücke vom Bibelkurs 2010

Das war ein lebendiges Miteinander: Daniel Geiser-Oppliger und die 25-40 Frauen und Männer, die beim diesjährigen Bibelkurs im Februar mit machten. Der Schweizer Referent erzählte über die Erzeltern aus dem Buch Genesis, mal mit blitzenden Augen, mal mit dem Schalk im Nacken, dann wieder nachdenklich, immer wieder engagiert und aktuell. 

 

  

 

 

Die Teilnehmenden staunten und kommentierten, waren wach dabei. Und hier sind einige von ihren Rückmeldungen – was sie mitgenommen haben, was sie anregen und wofür sie Gott danken:

Segen ist subjektiv. Segen kann man (vielleicht) nicht immer erkennen, wenn er da ist.

Meine Identität kann sein, der/der anderen und mir zum Segen zu sein, zu werden. Und wo das noch nicht ist, auf den Segen zu schauen, mit dem uns Gott begegnet.

* Keinen Segen zu bekommen blockiert. Segen zu bekommen, z. B. von den Eltern, entlastet, lässt Entwicklung zu.

*Die Verheißungen Gottes sind da, also darf ich sie auch einfordern. Den Segen erbitten, einfordern, feilschen (?) = Gelübde. Und die Konsequenzen daraus tragen und leben.

* Versöhnung ist möglich. Versöhnung mit sich selbst ist wichtig. Versöhnung mit anderen Menschen ist not-wendig. Versöhnung braucht Zeit, oft viel Zeit.

 

 

Versöhnung braucht manchmal ein „Ritual“, das die Änderung sichtbar, hörbar, spürbar macht.

Ich danke Gott, dass er begleitet, segnet, Treue hält auf allen Wegen/Umwegen des Lebens.

* Ich danke Gott für die Erfahrung des Vertrauens, das mich seit vielen Jahren trägt, auch auf Umwegen und in Zeiten der Selbstzweifel. Es war und ist, als seien die Worte zu mir hin gesprochen.

 

Aber auch Fragen blieben offen, die so oder anders sicher noch eine Zeit mit uns gehen:

Seit Menschengedenken: Missgunst, Lieblosigkeit, Beziehungslosigkeit, Beziehungsstress, Eifersucht usw. Und das geballt und heute immer noch! Wie schlimm und entsetzlich wäre denn das Leben, wenn es das große „Paket des Segens“ nicht gäbe?

Die Geschichte und Deutung des Kampfes Jakobs mit dem „Unbekannten“ mit körperlichen Folgen bleibt mir trotz allem mysteriös.

Es ist die Frage von Dietrich Bonhoeffer, die mit mir geht: „Warum wird im Alten Testament so oft und so kräftig zur Ehre Gottes gelogen?“

 

 

Für mich war es wertvoll mit meiner Gemeinde ins Gespräch über biblische Texte zu kommen und sie in unser Leben zu übertragen. Denken und glauben passten zusammen. Es war auch schön, Dora Geiser-Oppliger beim Bibelkurs in unserer Mitte zu haben. Beide danken für die freundliche Aufnahme und lassen die Gemeinde noch einmal ganz herzlich grüßen.

 

Carmen Rossol

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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